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Warum braucht man eine Kleinkläranlage?

Abwasser aus Küche, Bad und Toilette sind mit organischen Stoffen, Nährstoffen und Haushalts-Chemikalien belastet. Auf Grund der neuen europäischen Norm reicht eine Klärung der Abwässer über eine herkömmliche 3-Kammergrube nicht mehr aus, sondern muss grundsätzlich über eine biologische Reinigungsanlage aufbereitet werden.

Was macht eine Kleinkläranlage?

Kleinkläranlagen sind dezentrale Abwasserreinigungssysteme, die das Schwarzwasser der Bewohner klären und das gereinigte Abwasser in die Versickerung oder in ein fließendes Gewässer leiten.

Wie groß muss die Anlage dimensioniert sein?

Die Anlagengrößen werden entsprechend der Anzahl der Bewohner einer Immobilie bemessen. Hierbei müssen die Anlagen für einen durchschnittlichen Wasserverbrauch pro Person/Tag von 150 l ausgelegt werden. Für eine 4-köpfige Familie ergibt sich hieraus beispielsweise der Einwohnergleichwert EW 4 (Anlagenvolumen ca. 4800 Liter).

Welche Zulassungen sind notwendig?

Voraussetzung für den Einbau und Betriebnahme einer Anlage ist die Genehmigung der jeweiligen „Unteren Wasserbehörde“. Sie erteilt die wasserrechtliche Erlaubnis.

Welche Reinigungsklasse muss erfüllt werden?

Die jeweilige Ablaufklasse wird von Ihre rzuständige Wasserbehörde
festgelegt. Bitte erfragen Sie dort die erforderliche Reinigungsleistung der Anlage.

Was ist beim Einbau zu beachten?

Die Anlage zum Erdeinbau sollte so nah wie möglich am Gebäude eingebaut sein, damit eine möglichst geradlinige Abwasserzuleitung ohne Richtungsänderungen direkt in die Kleinkläranlage führt.

Wer darf den Einbau durchführen?

Der Einbau ist nur von einer Fachfirma durchzuführen.

Wer und wie oft muss eine Wartung durchgeführt werden?

Die Wartung ist durch einen autorisierten Fachbetrieb durchzuführen. Für die Reinigungsklasse C und D reichen halbjährliche Wartungsintervalle. Anlagen mit der zusätzlichen Reinigungsstufe für die Phosphatfällung (C+P oder D+P müssen spätestens alle vier Wochen gewartet werden.

Wie sicher sind Kleinkläranlagen aus Kunststoff?

Kleinkläranlagen aus Kunststoff sind mit Sicherheit mehr als nur die Alternative zu Betonanlagen. Kostengünstiger Transport, absolute Dichtigkeit, Langlebigkeit bei aggressiven Abwässern und extreme Bruchsicherheit sind nur einige Vorteile des Werkstoffs Kunststoff. Bei der Sanierung einfach in bestehende schadhafte Gruben einzusetzen.

Bietet KESSEL Schulungen und Seminare zum Thema Klärtechnik an?

Alle Informationen zu Schulungen und Seminaren, die in Kooperation mit der TÜV SÜD Akademie angeboten werden, sowie zum KESSEL Kundenforum und unseren Schulungszentren finden Sie hier.

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